Ein deutscher Staatsbürger wurden Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, die sich »gegen links« richtete. Tatverdächtige konnten nicht ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.
Ludwigsfelde


Ein deutscher Staatsbürger wurden Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, die sich »gegen links« richtete. Tatverdächtige konnten nicht ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Wenige Tage nach Eröffnung Anfang des Monats wurde das Zossener »Haus der Demokratie« verwüstet und ein Feuerlöscher entleert.

Während der Babelsberger Livenacht wurde ein junger Linker von einem Neonazi mit dem Tode bedroht. Die anschließende Rangelei löste sich schnell auf. Kurze Zeit später bezeichnete eine Neonazi-Frau, die bei
der vorherigen Auseinandersetzung zugegen war, den jungen Mann als
»Zecke« und besprühte ihn mit Pfefferspray.

Am frühen Samstagmorgen griff eine Gruppe Neonazis drei alternative Jugendliche an und verletzte diese teils erheblich. Ein Betroffener wurde mit einem Schädelhirntrauma in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Täter stammen aus dem örtlichen Kameradschaftsspektrum.

Drei Personen warfen einen brennenden Gegenstand in einen von Vietnamesen betriebenen Imbisswagen. Es entstand erheblicher Sachschaden. Am Abend vor der Brandstiftung hatten Rechtsextreme auf dem
Platz, auf dem sich der Wagen befindet, eine Wahlkampfveranstaltung der Linkspartei gestört.

In der Nacht versuchten unbekannte Täter, einen Döner-Imbiss in Brand zu
stecken. Sie hebelten einen Rollladen auf und zertrümmerten die Scheibe.
Eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit in den Innenraum zu werfen,
misslang. Am Vortag hatte im benachbarten Neuruppin eine Nazi-Demo
stattgefunden. Die Inhaber vermuten die Täter in der rechten Szene.

Ein Mitglied der Bürgerinitiative »Zossen zeigt Gesicht« wurde massiv
bedroht. Unbekannte Täter hinterließen am Haus eines Mitstreiters die Parole »Zossen bleibt braun« und die Drohung »Jörg Warnke stirbt bald«. Zuvor war bereits das Haus, in dem sich die Initiative »Zossen zeigt Gesicht« befindet, von Rechten beschmiert worden.

Weil sie offenbar DVU-Plakate aus dem Straßenbild entfernten, wurde in
Werneuchen eine Gruppe von Personen durch Rechte beschimpft. Während eine Person von einem Rechten festgehalten wurde, versetzte ein anderer dem Wehrlosen einen Kopfstoß sowie Schläge ins Gesicht. Es
konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.

Bei einem Streit mit Lindower Jugendlichen wurden Spieler des
Fußballclubs Tükiyemspor Berlin mit den Worten »Scheiß-Ausländer« und
»Dönerfresser« rassistisch beschimpft. Ein Lindower soll dabei »Sieg Heil« gerufen und den sogenannten »Hitler Gruß« gezeigt haben. Am Folgetag kam es zu einer Schlägerei zwischen den beiden Gruppen. Dabei wurden mehrere Jugendliche verletzt.

Zwei Schausteller wurden an der Total-Tankstelle aus rassistischen
Gründen angegriffen und geschlagen. Es wurden vier Tatverdächtige ermittelt.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung in einer Straßenbahn beleidigte ein polizeibekannter Rechter einen schwarzen Deutschen wegen seiner Hautfarbe und schlug dann auf ihn ein. Dabei verletzte er den Angegriffenen und beschädigte seine Brille.

Drei deutsche Staatsbürger wurden Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, die sich »gegen links« richtete. Es konnten drei Tatverdächtige ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Ein Aussteiger aus der rechten Szene wurde Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Es wurde ein Tatverdächtige ermittelt. Nähere Angaben liegen nicht vor.

In den frühen Morgenstunden wurde eine Gruppe alternativer Jugendlicher
von ca. 10 stadtbekannten Rechten als »Dreckige Pocken« beschimpft und angegriffen. Ein junger Erwachsener wurde dabei durch Tritte gegen den Kopf verletzt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Zwei Studenten aus Syrien wurden vor einem Wohnheim von zwei jungen Frauen als »Scheiß Kanaken« beschimpft. Die Studenten reagierten zuerst nicht. Nach weiteren rassistischen Beleidigungen kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Schließlich schlug eine der Frauen mit einem Schlagring einem der Studenten unvermittelt ins Gesicht. Der Geschädigte setzte sich zur Wehr. Die eintreffende Polizei nahm von beiden Seiten Anzeigen auf.

Offensichtlich aus Verachtung für sozial Randständige haben zwei 14-Jährige einen schlafenden Betrunken überfallen und versucht, ihn anzuzünden. Die Täter hatten den 60-Jährigen hilflos in einem Hauseingang aufgefunden, ihn ausgeraubt und anschließend angezündet. Das Opfer musste mit Brandverletzungen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf.

Zwei Rechte versuchten Transparente der Bürgerinitiative »Zossen zeigt Gesicht« von einem Haus zu entfernen, in dem der Sprecher der BI sein Büro unterhält. Am Tag zuvor war das Haus u.a. mit den Parolen »Volksverräter« und »linke Sau« beschmiert worden. Außerdem wurden Aufkleber der Freien Kräfte Teltow-Fläming hinterlassen. Das Haus dient als regelmäßiger Treffpunkt der Initiative.

Vor einer von Indern betriebenen Gaststätte skandierten fünf Jugendliche rechte Parolen und warfen Flaschen in Richtung Restaurant. Ein Mitarbeiter der Gaststätte ergriff einen der Angreifer und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Nur durch das Eintreffen der BeamtInnen konnte verhindert werden, dass ein weiterer Jugendlicher aus der Gruppe der Angreifer mit einem Baseballschläger auf die Inder einschlug.

Ein 16-jähriger Schüler polnischer Herkunft wurde am Busbahnhof von MitschülerInnen geschlagen und getreten. Er erlitt Prellungen. Zuvor war der Jugendliche in der Schule rassistisch beschimpft worden.

Ein deutscher Staatsbürger wurden Opfer einer Körperverletzung, die sich
»gegen sonstige politische Gegner« richtete. Es konnten zwei Tatverdächtige ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Ein Carport wurde angesteckt und brannte völlig aus. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus verhindern. Die Polizei geht von einer Brandstiftung aus, die sich gegen »sonstige politische Gegner« richtete. Es konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden.

Ein deutscher Staatsbürger wurden aus antisemitischen Gründen Opfer
einer Körperverletzung. Es konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.
Nähere Angaben liegen nicht vor.

Gegen Abend wurde eine dreiköpfige niederländische Familie an einem
Badesee von angetrunkenen Rechten bedroht. Die Familie hatte die Männer
aufgefordert, ihren Hund an die Leine zu nehmen. Daraufhin skandierte
die Gruppe »Ausländer raus« und drohte damit, das Kind der Familie »zu
ersäufen«. Die Polizei nahm die drei Männer vorübergehend fest.

Zwei 18- und 19-jährige Rechte überfielen einen 15-Jährigen in seinem
Wohnhaus, schlugen ihn nieder und traten auf ihn ein. Anschließend zwangen sie ihn mitzukommen und schlugen ihn auf dem Dorfspielplatz erneut. Der Betroffene hatte sich am Vortag im Ort gegen antisemitische Pöbeleien geäußert und war deshalb schon geschlagen worden.

Ein Mann wurde Opfer einer Körperverletzung, die sich »gegen sonstige
politische Gegner« richtete. Es konnte ein Tatverdächtiger ermittelt
werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Ein 15-Jähriger sprach pöbelnde rechte Jugendliche an einer Bushaltestelle auf ihr Verhalten an: »Habt ihr was gegen Juden?« Nach dieser Frage wurde dem Betroffenen ins Gesicht geschlagen.

Ein Mann vietnamesischer Herkunft wurde aus rassistischen Gründen Opfer
einer gefährlichen Körperverletzung. Es konnte ein Tatverdächtiger
ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Ein Deutscher wurde Opfer einer Körperverletzung, die sich gegen links
richtete. Es konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Nähere Angaben
liegen nicht vor.

Drei Deutsche peruanischer Herkunft, die sich nach Beendigung des Stadtfestes in ihrem mit Planen abgedeckten Verkaufsstand schlafen gelegt hatten, wurden am frühen Morgen von vier Männern angegriffen und rassistisch beleidigt. Einer der Betroffenen wurde durch einen Schlag leicht am Kopf verletzt. Die Angreifer konnten fliehen.

Ein 38-jähriger Potsdamer aus Nigeria wurde am Schlaatz von einem 24-Jährigen als »Scheiß-Afrikaner« rassistisch beleidigt und mehrmals geschlagen. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen. Der Angreifer wurde vorläufig festgenommen.