Am Bahnhof greift der 55-jährige Täter zwei Jugendliche deutscher und syrischer Herkunft an, indem er eine Bierflasche nach ihnen wirft, die zum Glück nicht trifft und beleidigt die 14 und 16 Jahre alten Betroffenen rassistisch.
Oranienburg


Am Bahnhof greift der 55-jährige Täter zwei Jugendliche deutscher und syrischer Herkunft an, indem er eine Bierflasche nach ihnen wirft, die zum Glück nicht trifft und beleidigt die 14 und 16 Jahre alten Betroffenen rassistisch.

In einem Wohngebiet greift ein unbekannter Täter den 28-jährigen Betroffenen kirgisischer Nationalität körperlich an. Er schlägt mehrfach auf den Betroffenen ein, bis dieser am Boden liegt und stiehlt ihm seinen Laptop aus dem Rucksack. Der Betroffene ist Jude und trägt zum Zeitpunkt des Angriffs eine Kippa, die der Täter ebenfalls entwendet.

Im Anschluss an den CSD in Oranienburg bedroht eine Gruppe Rechter zwei Personen des Ordner*innenteams und 2 weitere CSD-Teilnehmer*innen. Als diese sich in einem Imbiss befinden, parken mehrere Autos davor, einige der Rechten verlassen ihre Autos und positionieren sich vor dem Eingang. Sie schaffen auf diese Weise eine bedrohliche Situation, in der die vier Personen sich nicht mehr trauen, den Imbiss wieder zu verlassen und die Polizei verständigen.
Abends bepöbeln und bedrohen Rechte die Gäste einer inoffiziellen After-Party der Linksjugend Solid auf der Straße vor dem Veranstaltungsort. Sie schubsen einen Gast aus dem Weg. Zwei unbekannte Täter greifen in der Innenstadt nachts um vier Uhr einen der Teilnehmer auf dem Heimweg an. Sie stoßen den Betroffenen vom Fahrrad und schlagen ihn bewusstlos. Der Betroffene muss aufgrund seiner Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.
Im Vorfeld des CSD Oranienburg riefen extrem rechte Jugendgruppen, wie die sog. “Deutsche Jugend voran” sowie “Jung und Stark” zum Gegenprotest und zum Stören des CSDs auf. Am Bahnhof versammeln sich schließlich 40 extreme Rechte. Diese beleidigen Anreisende zum CSD auf ihrem Weg zur Versammlung. Kurzfristig genehmigt die Polizei den Nazis, mit 100m Abstand hinter dem CSD-Demonstrationszug herzulaufen und gibt ihnen so Gelegenheit, das rechte Bedrohungsszenario noch weiter zu verstärken. Bei der Abreise werden CSD-Teilnehmende im Umfeld des Bahnhofs von Rechten angepöbelt und verfolgt.

Ein 61-jähriger Mann beschmiert in der Lehnitzstraße ein Plakat der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“. Als eine Radfahrerin ihn darauf anspricht und fotografiert, stößt er sie vom Fahrrad zu Boden, tritt auf sie ein und beschimpft sie. Erst als Autos anhalten, lässt er von der Betroffenen ab.

An der Havel Passage beleidigt der 56-jährige Täter drei Wahlkampfhelferinnen der Grünen, als diese ihn beim Flyer verteilen ansprechen. Er beschimpft die drei Betroffenen und droht ihnen Gewalt an. Anschließend entreißt er die Umhängetasche der Stadtverordneten sowie Wahlkampfmaterial und wirft diese im weiten Bogen auf die Straße.

Der 44-jährige Täter beleidigt den 35-jährigen Betroffenen pakistanischer Staatsangehörigkeit rassistisch, zeigt den Hitlergruß und bewirft den Betroffenen mit einem Paket Zeitungen.

Eine Person wird aus rechten Motiven bedroht.

Drei Täter, 21, 29 und 34 Jahre alt, beleidigen und bepöbeln aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbild und weil sie diese als politische Gegner wahrnehmen, mehrere Punks vor einem Billardclub. Danach greifen sie den 18-jährigen Betroffenen körperlich an und rauben ihm seine Umhängetasche.

Ein 37-jähriger Täter beleidigt einen 50-jährigen Betroffenen bulgarischer Nationalität rassistisch und schlägt ihm ins Gesicht.

Ein unbekannter Täter versucht, aus rassistischen Gründen ein elfjähriges Kind bulgarischer Herkunft mit der flachen Hand zu schlagen.

Eine Person wird im Supermarkt aus rassistischen Motiven bedroht.

Am Stadtrand von Oranienburg beleidigt eine 68-jährige Frau eine 33-Jährige rassistisch und stößt diese gegen die Schulter.

Eine 15-jährige Jugendliche beleidigt einen 14-jährigen Jugendlichen aus der Ukraine rassistisch und wirft ihm eine brennende Zigarette ins Gesicht.

Ein Mann beleidigt einen 27-jähriger Mann am Nachmittag vor einem Supermarkt in der Oranienburger Lehnitzstraße rassistisch und würgt ihn anschließend. Der Täter flieht noch vor Eintreffen der Polizei.

In einem Skaterpark in der Albert-Buchmann-Straße beleidigt eine Gruppe Jugendlicher vier jugendliche Mädchen rassistisch und bewirft sie anschließend mit Flaschen.

Unbekannte besprühen in der Nacht die Fassade eines Kosmetikstudios in der Innenstadt mit mehreren Hakenkreuze und SS-Runen in einer Größe von 1×1 Meter. Auch in dem dahinterliegenden Hof schmieren die Täter die Symbole an die Hauswand. Bei einem Auto, das auf dem Hinterhof stand, wird einer der Reifen beschädigt. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf rund 5.000 Euro.

Drei Personen im Alter von 33, 40 und 42 beleidigen zwei 16-jährige Jugendliche deutscher Herkunft aus rassistischen Motiven und verletzen die beiden.

Eine unbekannte Person beleidigt zwei Jugendliche deutscher Herkunft aus rassistischen Motiven und verletzt die beiden.

Zwei unbekannte Männer beginnen unvermittelt zwei Männer, die sich auf dem Heimweg von ihrer Arbeitsstelle befinden, rassistisch zu beleidigen und bewerfen sie dann mit einer Bierflasche. Die Bierflasche verfehlt die Betroffenen, die daraufhin die Polizei rufen. Die Täter flüchten auf ihren Fahrrädern in Richtung der Walter-Bothe-Straße.

Am späten Nachmittag greifen zwei 14 und 15-jährige Oranienburgerinnen in der Erich-Mühsam-Straße zwei gleichaltrige Schülerinnen an. Sie schubsen und schlagen sie und beschimpfen sie rassistisch. Eine der Betroffenen verletzt sich, als sie vom Fahrrad gezogen wird.

Am Rande der Oranienburger Herstkirmes schlägt ein Täter einen jungen Mann iranischer Herkunft.

Im Zuge der Herbstkirmes in Oranienburg äußern sich 14 rechte Täter volksverhetzend, begehen Gewalttattaten und verletzen einen Jugendlichen iranischer Herkunft. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs.

Während eines Ausflugs am Grabowsee küsst sich ein schwules Pärchen. Zwei andere Badegäste äußern daraufhin bedrohliche Beschimpfungen, dass Homosexuelle in das Konzentrationslager Sachsenhausen gehören und sie diese persönlich in die Gaskammer bringen würden.

Ein Täter beleidigt einen jungen Mann deutscher Herkunft rassistisch und greift ihn anschließend körperlich an.

Eine Frau beleidigt einen 39-jährigen Mann polnischer Herkunft rassistisch und greift ihn körperlich an.

Schüler*innen einer Klasse, die im Gästehaus der Gedenkstätte Sachsenhausen untergebracht ist, werden von Oranienburger Jugendlichen vor dem Haus beschimpft. Anschließend greifen die Oranienburger Jugendlichen weitere Schüler*innen außerhalb des Hauses an. Hierbei werden ein 15-jähriger und ein 16-jähriger Jugendlicher mit irakischer Herkunft sowie eine 51-jährige Deutsche verletzt. Die Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruch. Mindestens einer der Täter ist als Teil der rechten Szene bekannt.

Zwei Schausteller rumänischer Herkunft werden auf einen Mann aufmerksam, der in der Nacht ein Schaustellerfahrzeug auf dem Schlossplatz mit Hilfe eines Werkzeuges zu beschädigen versucht. Als sie den Mann zur Rede stellen, schlägt dieser aus rassistischen Motiven mit dem Werkzeug auf sie ein, sodass beide leicht verletzt werden. Der Täter kann schließlich von ihnen sowie vom ebenso hinzu geeilten Besitzer des Schaustellerfahrzeuges überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Die beiden Betroffenen werden noch vor Ort medizinisch versorgt.

Ein Rechter skandiert gegenüber einem Menschen, den er als politische*n Gegner*in wahrnimmt, den sogenannten Hitlergruß und greift diesen anschließend mit einem Gegenstand körperlich an.

Ein Anwohner türkischer Herkunft möchte die Busfahrer, die hinter seinem Garten auf Besucher_innen der KZ Gedenkstätte Sachsenhausen warten, um das ordnungsgemäße Abstellen der Motoren bitten. Zwei der Busfahrer kommen der Bitte umgehend nach, ein Dritter mischt sich jedoch ein und beleidigt den Anwohner rassistisch und volksverhetzend. Als dieser die Beleidigungen stoppen möchte, entsteht ein Gerangel und beide Männer stürzen auf die Bustreppe. Der Busfahrer bohrt dem Anwohner, der sich beim dem Sturz bereits erheblich an der Hand verletzt hat, seine Finger kräftig in die Augen.

Ein Schüler beleidigt einen Mitschüler syrischer Herkunft während einer Linienbusfahrt mehrfach rassistisch und greift ihn anschließend körperlich an. Schon in den Monaten zuvor war es immer wieder zu ähnlichen, ebenfalls rassistisch motivierten Übergriffen durch den gleichen Schüler gekommen.

Am Abend treffen ein 16-jähriger deutscher Jugendlicher und seine zwei Freunde auf dem Weg zum Bahnhof auf eine Gruppe dreier Jugendlicher. Ein 17-Jähriger zeigt der Gruppe den sog. Hitlergruß und äußert rechte Parolen. Die drei Rechten verfolgen die Jugendlichen und schlagen einem vom ihnen mit der Faust ins Gesicht.

Bei einer Party im Stadtzentrum greift ein junger Mann einen minderjährigen Somalier an. Dem Angriff gehen mehrere rassistische Beleidigungen voraus. Der Täter bemächtigt sich einer Schere und verletzt den Betroffenen gefährlich an der Hand und am Hals.

Als eine Frau am Rande einer NPD-Kundgebung auf ein NPD-Plakat spuckt, wird sie von einem der rechten Kundgebungsteilnehmer ins Gesicht geschlagen.

Aus rassistischen Motiven greift ein Täter einen Mann aus Serbien körperlich an.

Auf der Schultoilette beleidigt ein älterer Schüler einen 16-Jährigen rassistisch und greift ihn anschließend körperlich an.

In der Notaufnahme des Krankenhauses von Oranienburg verweigert ein 48-Jähriger, sich durch einen Schwarzen Mediziner behandeln zu lassen. Er beleidigt den Arzt rassistisch und bespuckt ihn. Anschließend verlässt er das Krankenhaus mit ungenähten Wunden.

Ein 52-jähriger Mann wird von einer Person sozialdarwinistisch beleidigt und dann geschlagen.

Am Bahnhof wurde alternativer Jugendlicher durch einen Neonazi aus einer siebenköpfigen Gruppe angegriffen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlug der Neonazi auf den Jugendlichen ein, bis die Polizei ein schritt. Es wurde Anzeige erstattet.

Nachts wurde ein alternativer Jugendlicher in der Bernauer Straße aus einer Wohnung heraus mit einer Softgun angegriffen. An der Tür fand er einen Aufkleber mit der Aufschrift »Kein Fußbreit den Antideutschen«.

Weil eine Kasachin sich auf Russisch mit ihrer 9-jährigen Tochter unterhielt, wurden die beiden von einem unbekannten Mann als »Russenschweine« beleidigt. Danach trat der Mann der Frau mit dem Knie
in den Bauch.

Am Nachmittag klebten zwei 21-Jährige Neonazi-Aufkleber an einen Imbiss. Sie forderten die Gäste auf, keinen Döner zu essen und beleidigten den Imbissbetreiber rassistisch. Die beiden Rechten waren mit einem Teleskopschlagstock und Pfefferspray bewaffnet.

Eine Person türkischer Herkunft wurde aus rassistischen Gründen Opfer
einer Körperverletzung. Es konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.
Nähere Angaben liegen nicht vor.

Jugendliche warfen abends Steine auf den evangelisch-methodistischen
Jugendklub und brüllten »Heil Hitler!« und »Juden«. Eine 17-Jährige, die aus dem Klub trat um nachzusehen, wurde mit Steinen beworfen,die sie jedoch verfehlten. Am folgenden Abend kam es zu einem ähnlichen Vorfall.

Am frühen Morgen scheiterte ein Brandanschlag auf das Büro der Linkspartei. Die Täter versuchten einen Molotow-Cocktail in das Gebäude zu werfen, wurden aber von einem Spaziergänger gestört. Mindestens einer der Täter gehört zur örtlichen rechtsextremen Szene. Nach eigenen Aussagen hätte er die Tat schon lange geplant, da er etwas gegen Linke habe.

Ein deutscher Staatsbürger wurde Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, die sich »gegen sonstige politische Gegner« richtete. Es wurde eine tatverdächtige Person ermittelt. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Ein deutscher Staatsbürger wurde Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Der Geschädigte wurden unter anderem als »Jude« bezeichnet. Nähere Angaben liegen nicht vor.

Ein 29-jähriger Student aus Kamerun wurde von einem 42-Jährigen rassistisch beschimpft und mit Fäusten geschlagen.

Ein deutscher Jugendlicher wurde von Rechten geschlagen.

Linke Jugendliche werden von Rechten geschlagen.

Ein 44-jähriger Ukrainer wurde gegen 21:35 Uhr im Lindenring von fünf Rechten angegriffen. Er wurde mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dabei wurden rassistische Parolen gerufen.

In den frühen Morgenstunden wurde ein 31-jähriger Tunesier an einer Tankstelle von mehreren rechten Jugendlichen vom Fahrrad gestoßen, getreten und mit »Scheiß-N-Wort« beschimpft.

Auf einen türkischen Imbiss wurde von drei 17- bis 19-jährigen Rechten ein Brandanschlag verübt.

Ein 16-jähriger dunkelhäutiger Jugendlicher wurde von einem 19-jährigen Skinhead und dessen 17-jähriger Freundin rassistisch beschimpft und mit der Faust bedroht. Dann wurde ihm das Fahrrad weggenommen.

Ein 21-jähriger Mann afrikanischer Herkunft wurde von einem 17-jährigen Deutschen als »N-Wort« beschimpft, der hier nicht hergehöre. Bei einem anschließenden Handgemenge schlug der 21-Jährige, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, dem pöbelnden Jugendlichen mit der Faust ins Gesicht.

Zwei Vietnamesen im Alter von 24 und 28 Jahren wurden von zwei deutschen Jugendlichen beraubt und zusammengeschlagen, nachdem sie sich geweigert hatten, Zigaretten herauszugeben. Die Opfer mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.