Münsteraner Unternehmer unterstützt Opfer rechter Gewalt in Brandenburg

Spendenübergabe
Spendenübergabe

Seit elf Jahren vermietet Georg Hundt Fahrräder in Münster und betreibt dort das größte Fahrradparkhaus in Deutschland. Im letzten Jahr feierte sein Unternehmen, die Radstation Münster, ihr zehnjähriges Firmenjubiläum. Durch eine Sonderaktion wurden in diesem Rahmen 3.500 Euro Spenden zugunsten der Opferperspektive erzielt.

Der Betreiber der Radstation unterstützt seit Jahren die Arbeit der Opferperspektive. Opfern rechter Gewalt und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen, das hat sich Georg Hundt zur Aufgabe gemacht. So auch angesichts des zehnjährigen Firmenjubiläums. »Es sollte den Blick auf einige Schattenseiten unseres Lebens nicht verstellen«, so Georg Hundt. Die Mietpreise für die Fahrräder der Radstation wurden erhöht. Die Idee dahinter: Die dadurch zusätzlichen erzielten Einnahmen sollten als Spende an die Opferperspektive weitergeleitet werden. Am Jahresende kam dadurch die stolze Summe von 3.500 Euro zusammen. Ende August überreichte Georg Hundt in Anwesenheit des Münsteraner Oberbürgermeister die Spende an die Opferperspektive.

Dokumentation

3500 Euro für die Opfer rechter Gewalt
Betreiber der Radstation sammelte Spenden

MÜNSTER. Für Opfer rechtsradikaler Gewalt engagiert sich der Betreiber der Radstation am Bahnhof, Georg Hundt. Im Beisein des Oberbürgermeister Markus Lewe überreichte er gestern dem Geschäftsführer des Vereins »Opferperspektive« aus Potsdam, Dominique John, eine Spende über 3500 Euro.
In Brandenburg hilft die »Opferperspektive« Menschen, die unter rechter Gewalt zu leiden hatten. Georg Hundt sammelte die Spenden im zehnjährigen Bestehen der Radstation in Münster durch zusätzliche Einnahmen aus einer Fahrradmietpreiserhöhung. »Wenn schon die Preise erhöht werden, dann wenigstens für einen guten Zweck«, sagte er. Die »Opferperspektive« kooperiert bereits seit 2004 mit der Radstation. »Es hat uns politisch sehr geholfen, so einen starken Partner in Münster zu haben«, so John. Für ihn ist es wichtig, dass die Gelder flexibel einsetzbar sind. »So können wir spontan Leute unterstützen oder Broschüren drucken«, sagte er. Hgo

Quelle: Münstersche Zeitung, 27.8.2010

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