Prozess nach Angriff auf Limsdorfer Ortsbürgermeister

Der Prozess wegen rechtem Angriff auf ehemaligen Ortsbürgermeister von Limsdorf wird in Fürstenwalde fortgesetzt.

Am kommenden Donnerstag, den 21. Juni 2018, kommt es ab 9.30 Uhr am Amtsgericht Fürstenwalde zur Fortsetzung eines Verfahrens wegen einer rechtsmotivierten Körperverletzung. Der Verein Opferperspektive möchte die Öffentlichkeit auf den Termin hinweisen und begleitet den Betroffenen im Gerichtsverfahren.

Die zu verhandelnde Tat soll sich bereits vor knapp drei Jahren ereignet haben. Christian T. wird vorgeworfen, am 27. Juli 2015, den damaligen ehrenamtlichen Ortsbürgermeister von Limsdorf und Stadtverordneten von Storkow, Wolfgang H., zu Boden gestoßen, geschlagen, und unter anderem als „Rote Sau“ beschimpft zu haben. Seit den Ereignissen vom Juli 2015
ist der Betroffene schwer erkrankt und leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er musste krankheitsbedingt seine politischen Mandateniederlegen, und hat Limsdorf mittlerweile verlassen, um sich wieder sicher zu fühlen.

Vor dem Angriff war Wolfgang H. viele Jahre gegen rechte Umtriebe im örtlichen Jugendclub und in der Gemeinde engagiert. Immer wieder stellten sich H. und auch seine Ehefrau öffentlich gegen rechte Veranstaltungen in Storkow. Dadurch wurde das Ehepaar H. zur Zielscheibe für die lokale rechte Szene. Es folgten Drohungen, Sachbeschädigungen am Grundstück und Beschimpfungen per Post, die schließlich in dem Angriff mündeten, der nun vor Gericht verhandelt wird.

„Immer wieder wird in der Politik das Bild der „wehrhaften Demokratie“ bemüht und dazu aufgefordert, Zivilcourage gegen Rechts zu zeigen. Hier ist Wolfgang H. mit gutem Beispiel vorangegangen – und deshalb in den Fokus der Rechten geraten“, erklärt Joschka Fröschner, Berater bei der Opferperspektive. „Nun sind Staat und lokale Zivilgesellschaft gefragt ein deutliches Zeichen zu setzen: Dass Attacken auf Mandatsträger nicht hingenommen, und Betroffene nach der Tat nicht alleine gelassen werden“, so Fröschner weiter.

Pressekontakt und Ansprechpartner:

Joschka Fröschner – 0151 5072 4851

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