»Ich schieb' jetzt immer Panik«
HENNIGSDORF Sie schaut sich jetzt an jeder Ecke um, achtet auf Verdächtiges, auf lauernde Gefahren. Auf ihrem Körper hat sie Blutergüsse. An ihrer linken Wange zeichnet sich eine Schnittwunde ab. Am Kinn, unter dem rechten …
Spendenaktion für Orazio Giamblanco
Im Dezember 2007 berichtete der Tagesspiegel – wie schon regelmäßig seit elf Jahren – über das mühevolle Leben der Bielefelder Familie, und bat zusammen mit der Opferperspektive und dem Weissen Ring um Spenden. Daraufhin gingen …
Das Jahr elf danach
Er schwankt vorwärts, kippelt nach rechts und stößt gegen die Wand. Orazio Giamblanco presst mit aller Kraft die Griffe seiner Krücken und setzt das linke Bein, das in einer Plastikschiene steckt, einen halben Schritt vor. …
Verletzt, verarztet – vergessen?
Dass sich die jungen Täter als Vollstrecker einer ressentimentgeladenen Bevölkerung empfinden, ist bekannt. Aber wo wird zur Kenntnis genommen, welche individuellen Folgen die erlebte Aggressivität noch lange nach dem Gewaltexzess hat? Andersherum gefragt: Könnte es …
Das selbstverwaltete Jugendzentrum Horte in Strausberg
Das Horte liegt in Strausberg, einer Stadt mit 26.100 EinwohnerInnen im Landkreis Märkisch Oderland östlich von Berlin. In dem Haus betreiben die Jugendlichen ein Café, Band-Proberäume und Werkstätten sowie eine Anlaufstelle für Opfer rechter Gewalt; …
Potsdam: Prozess gegen rechte Schläger
Im Sommer 2005 hatten Neonazis unter dem Motto »Summer of Hate« dazu aufgerufen, Jagd auf Potsdamer Linke zu machen. 16 rechte Angriffe gegen alternative Jugendliche und Erwachsene registrierte die Opferperspektive damals in der Landeshauptstadt. Nun …
Rathenow
In der Nacht zum Freitag, gegen 4 Uhr morgens, griffen zwei stadtbekannte Neonazis zwei der alternativen Szene angehörige Jugendliche an. Die Betroffenen hatten es abgelehnt, den Angreifern Bier abzugeben. Die beiden Opfer mussten sich ambulant
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behandeln lassen.
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Frankfurt (Oder)
Ein Punker wurde im Zentrum der Stadt von drei Neonazis aus der Straßenbahn gezerrt und geschlagen, so dass er das Bewusstsein verlor. Der Betroffene mußte sich in stationäre Behandlung begeben.
Blankenfelde
Ein Punk wurde am S-Bahnhof von einem vermummten Neonazi aus einer Gruppe von weiteren sieben bis neun Neonazis heraus angegriffen. Er wurde geschlagen und mehrmals gegen den Kopf getreten.
Viele kleine Schritte
Mehrmals wöchentlich werden im Land Brandenburg Menschen Opfer rechter Gewalttaten. Für das Jahr 2005 zählt die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Opferperspektive in Brandenburg 131 Fälle von rechter Gewalt (Stand: 22. April 2006). Die Zahl …
Blankenfelde
Eine Journalistin wurde von Neonazis angegriffen. Sie und ihr Fernsehteam hatten Aufnahmen einer Versammlung der neonationalsozialistischen »Heimattreuen Deutschen Jugend« im Gasthof »Zur Eiche« gemacht, als sie von vier Neonazis bis in einen Supermarkt verfolgt. Dort
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schubsten die Neonazis die Journalistin mehrmals zu Boden und schlugen ihr ins Gesicht. Auch der Kameramann wurde geschlagen und gewürgt.
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Eisenhüttenstadt
Ein 18-Jähriger wurde gegen 21 Uhr im Bereich An der Schleuse von vier Neonazis angegriffen. Einer der Neonazis kam plötzlich mit seinem Pitbull auf ihn zu und schlug ihn ins Gesicht. Die Polizei begrüßte der
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Täter mit »Sieg Heil«. Das Opfer wurde ambulant im Krankenhaus behandelt.
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Rechtsextremismus fängt im Alltag an
Am Morgen des 15. Juni 2006 traute der Hausmeister der Graf-von-Arco-Oberschule seinen Augen nicht. Am Heizhaus der Nauener Schule wehte in 20 Meter Höhe eine Hakenkreuzfahne. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde das NS-Symbol entfernt; die …
»Nationale Jugendarbeit«: das Beispiel Neuruppin
Nach der Wende war in Neuruppin eine rechtsorientierte Jugendkultur herangewachsen. Gruppen junger Männer machten Jagd auf Linke und AsylbewerberInnen, 1992 erschlugen Skinheads den Obdachlosen Emil Wendland. Die Stadtverwaltung reagierte und richtete mit dem Verein »Initiative …
Imbissbetriebe als Zielscheibe von Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremer Gewalt
In Brandenburg liegt der Ausländeranteil seit Jahren zwischen 1,5 und 2 Prozent. Die meisten Zugewanderten leben in Potsdam, Cottbus und Frankfurt. Asyl- bewerberinnen und -bewerber sind oft am Rand von Kreisstädten untergebracht. So bleiben …
Die Machtverhältnisse einmal umgedreht
Die Frau rennt auf die Straße, sie schreit. »Gehen Sie weg!«, faucht sie. »Sie vertreiben meine Kunden!« Die blond-gefärbte Verkäuferin versucht hektisch die Interessenten, die sich vor ihren Schaufenstern drängen, zu verscheuchen. Sie lässt die …
Alltag in Wittstock
WITTSTOCK. Das Wetter über der hübschen Stadt zeigt sich von der besten Seite. Manche Bewohner nicht. Mitten im nordbrandenburgischen Wittstock befindet sich ein Klamottenladen. Auf den ersten Blick nichts Besonderes: nur zwei Schaufenster. Einen Namen …
Neonazis ignorieren Vereinsverbot
NEURUPPIN Die rechtsextreme Szene im nordwestlichen Brandenburg ignoriert offensichtlich das im Juli 2006 vom Innenministerium verfügte Verbot der neonazistischen Kameradschaft »Schutzbund Deutschland«. In einem Nachfolgegebilde namens »Bewegung Neues Deutschland« sei »derselbe Personenkreis« aktiv wie im …
»Wir sind herausgefordert, uns zu wehren«
In den Statistiken über rechte Gewalttaten in Deutschland steht Brandenburg immer weit oben. Welchen Beitrag leistet das Aktionsbündnis zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Gewalt? Wir reagieren auf Übergriffe, üben Solidarität mit den Opfern von rassistischer …
»Demokratische Teilhabemöglichkeiten sind der beste Schutz gegen rechtsextreme Rattenfängerei«
Erinnern Sie sich an ein prägnantes Erlebnis aus Ihrer Arbeit, das aus ihrer Sicht die Probleme im gesellschaftlichen Umgang mit Rechtsextremismus anschaulich macht? Da gibt es viele; aus der Fülle auszuwählen, ist für mich schwer. …
Rechtsextremismus in Brandenburg – Einblicke vor Ort
Die TeilnehmerInnen sollten sich in direkten Gesprächen ein Bild davon machen können, wie Bürgerinitiativen, Vereine und kommunale Verwaltungen, die Strafverfolgungs- behörden die Entwicklung des Rechtsextremismus wahrnehmen – und was sie dagegen tun. 42 Abgeordnete, JournalistInnen, …
Teltow
Am Abend wurde ein alternativer Jugendlicher von zwei bekannten Neonazis mit Flaschen beworfen und gejagt. Nachdem der Jugendliche in sein Wohnhaus flüchten konnte, traten die Verfolger die Aussentür ein und versuchten die Scheiben in seinem
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Stockwerk einzuwerfen.
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Teltow
Am Abend wurde ein alternativer Jugendlicher von zwei bekannten Neonazis mit Flaschen beworfen und gejagt. Nachdem der Jugendliche in sein Wohnhaus flüchten konnte, traten die Verfolger die Aussentür ein und versuchten die Scheiben in seinem
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Stockwerk einzuwerfen.
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Teltow
An einer Bushaltestelle des Regionalbahnhofs Teltow wurde mehrere Punks von zwei stadtbekannten Neonazis beleidigt. Sie schlugen einen der Jugendlichen ins Gesicht. Seine Begleiter riefen daraufhin die Polizei, was die Täter dazu veranlasste diese zu bedrohen.
Rechte griffen Mitglieder der Opferperspektive an
Bei einem Fanfest auf der Karl-Marx-Straße attackierte eine Gruppe von 30 Anhängern des FC Victoria, unter ihnen stadtbekannte Neonazis, eine Gruppe von acht Linken. Die Linken wurden als »Zecken« beschimpft, fünf Personen wurden leicht verletzt. …
Schönefeld
Eine sechsköpfige Gruppe alternativer Jugendlicher wurde gegen 3 Uhr in der Woltersdorfer Chaussee an der Kreuzung zur Altglienicker Chaussee von vier 15- bis 23-jährigen Neonazis angegriffen. Die Täter beschimpften einen 15-jährigen Jugendlichen äthiopischer Herkunft mit
...
den Worten »Scheiß Nigger« und »Deutschland den Deutschen – Ausländer raus«. Dann verletzten sie den 15-Jährigen mit einem Steinwurf am Kopf. Das Opfer musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Neonazis hatten zuvor NPD-Aufkleber an Laternenmasten geklebt. Zwei der Täter waren bei dem versuchten Überfall auf eine antifaschistische Veranstaltung in Rangsdorf am 16.06.06 beteiligt.
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Schönefeld
Eine sechsköpfige Gruppe alternativer Jugendlicher wurde gegen 3 Uhr in der Woltersdorfer Chaussee an der Kreuzung zur Altglienicker Chaussee von vier 15- bis 23-jährigen Neonazis angegriffen. Die Täter beschimpften einen 15-jährigen Jugendlichen äthiopischer Herkunft mit
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den Worten »Scheiß N-Wort« und »Deutschland den Deutschen – Ausländer raus«. Dann verletzten sie den 15-Jährigen mit einem Steinwurf am Kopf. Das Opfer musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Neonazis hatten zuvor NPD-Aufkleber an Laternenmasten geklebt. Zwei der Täter waren bei dem versuchten Überfall auf eine antifaschistische Veranstaltung in Rangsdorf am 16.06.06 beteiligt.
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Rangsdorf
30 zum Teil vermummte, mit Steinen und Schlagstöcken bewaffnete Neonazis versuchten, eine Infoveranstaltung in Rangsdorf anzugreifen. Sie konnten daran gehindert werden. Ein Teil wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Sie führten NPD-Aufkleber mit sich
...
und ein Transparent mit der Aufschrift »Jugend braucht Perspektiven«. Zuvor hatte dieselbe Gruppe einen farbigen Veranstaltungsgast bedroht und rassistisch beleidigt, sowie rechtsextreme Aufkleber verklebt.
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Rangsdorf
30 zum Teil vermummte, mit Steinen und Schlagstöcken bewaffnete Neonazis versuchten, eine Infoveranstaltung in Rangsdorf anzugreifen. Sie konnten daran gehindert werden. Ein Teil wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Sie führten NPD-Aufkleber mit sich
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und ein Transparent mit der Aufschrift »Jugend braucht Perspektiven«. Zuvor hatte dieselbe Gruppe einen farbigen Veranstaltungsgast bedroht und rassistisch beleidigt, sowie rechtsextreme Aufkleber verklebt.
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Wittstocker Neonazis verurteilt
Fünf Prozesstage hatte das Amtsgericht Neuruppin verhandelt. Gestern wurden die Angeklagten Sandy L. (25) und Manuel H. (22) zu jeweils einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Wegen besonders schwerer Tatbeiträge wurden die Angeklagten David R. (25), …