Flyer: Hilfe für ausländische Imbissbetreiber:innen
In Brandenburg gibt es Hunderte von Imbissen, Bistros und Restaurants, die von MigrantInnen geführt werden. In den letzten Jahren haben sich rechtsextreme Vorfälle gehäuft, bei denen Imbisse oder Bistros beschädigt oder gar durch Brandanschläge zerstört …
Biedermänner und Brandstifter
Die BNO wurde am 1. Februar 2004 gegründet, nachdem der NPD-Landesvorsitzende Mario Schulz mit seinen Gefolgsleuten die Partei verlassen hatte, weil sie ihm zu ausländerfreundlich war. Das Programm der BNO entspricht, teilweise wortgetreu, dem Statut …
Thor Steinar – Die Edelmarke für Rechtsextreme
Die Qualität ist gut, das Design sportlich, die Preise hoch. RechtsextremistInnen zeigen sich in den Pullovern mit der Aufschrift »Division« bei Aufmärschen und vor Gericht. Erhältlich ist die Ware nicht nur im einschlägigen rechten Versandhandel. …
Rechtsextreme Gewalttaten 2004
»Die rechtsextremistische Gewalt in Brandenburg nimmt deutlich zu«, konstatierte Jörg Schönbohm im Potsdamer Landtag am 28. November 2004. Die Polizei habe in den ersten neun Monaten dieses Jahres 75 rechtsextreme Gewalttaten erfasst, eine deutliche Steigerung …
Notorische SS-Verehrung
Junge Rechte hielten, Stahlhelme auf den Köpfen, Ehrenwache, SS-Männer legten Kränze nieder. Er nehme jedes Jahr an der Veranstaltung teil, erklärte der CDU-Mann. Als er noch Bürgermeister war, wollte Egon Wochatz ein Denkmal für die …
Ein vergessener rechter Angriff?
Prozessbeginn: 27.8.04 um 10 Uhr Amtsgericht Potsdam, Hegelallee 8 Am 15.1.2001 wartete der damals 16 Schüler Benjamin G. auf seine Mitschüler, als aus einem Haus an der Friedrich Engels Straße fünf junge Männer kamen, die …
Jahrbuch 2004
Jahrbuch_2004 (36 S., PDF-Datei)
Rechtsextreme Gewalttaten 2003
16 Opfer trugen 2003 erhebliche körperliche Verletzungen davon, die zumeist durch Tritte mit Stahlkappenstiefeln und Schläge verursacht wurden. Ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt, weil sich eine gebrochene Rippe in die Lunge bohrte. In mindestens zwei …
Totschläger und SS-Runen
»Ich stand so um zwei Uhr nachts am Bahnhof Rehbrücke und wartete auf meinen Zug. Der Bahnhof war leer«, berichtet der 17-jährige Sascha Roth . Der Potsdamer wollte am 23. März 2003 zu seiner Ausbildungsstätte …
»Geh zurück in dein Land!«
Am 23. Dezember 2002 war Orabi Mamavi für die Stadt Rathenow im Einsatz: in der Schneeräumung, Stundenlohn ein Euro. »Geh zurück in dein Land!«, brüllte ihn ein Mann auf der Straße an und schlug den …
Dankesrede zur Verleihung des Preises »Aktiv für Demokratie«
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen, wir haben in Brandenburg im vergangenen Jahr 116 Fälle rechtsextremer Gewalttaten registriert. Wir meinen: dies sind 116 Gewalttaten zuviel! Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre, …
Ausländische Imbisse im Visier der Rechtsextremen
Vier Rechtsextremisten hatten den Wagen in der Nacht angesteckt. Die Polizei konnte die Täter festnehmen, weil diese beobachtet worden waren, wie sie an einer Tankstelle Benzin abzapften. Ob Vu Van Khao jemals von den Brandstiftern …
Zwei Opfer täglich in Ostdeutschland
Die meisten Gewalttaten ereigneten sich in Sachsen (141), Brandenburg (116) und Thüringen (91). »Jeden Tag werden allein in Ostdeutschland zwei Menschen Opfer rechtsextremer Gewalt«, so Dominique John. Der Koordinator der Beratungsstellen betont, dass es sich …
Leere Flächen
Mahmud Azhar war auf dem Heimweg von der Freien Universität Berlin, als ihn ein Mann verfolgte und ihm einen Feuerlöscher auf den Kopf schlug. Der Erfurter Hartmut Balzke hatte seinen Sohn zu einer Party begleitet, …
Randspalte: »Schläger festgenommen«
BERGHOLZ-REHBRÜCKE Zwei Betrunkene schlugen in der Nacht zum Sonntag gegen 2.30 Uhr auf dem Bahnhof auf einen dort wartenden Mann ein. Die 24- und 26-Jährigen hauten mit dem Schlagstock und traten ihr Opfer, als es …
Rechte drohen Opfer-Helfern
Normalerweise informiert der Verein Opferperspektive über rechte Gewalt und hilft den Betroffenen, die Folgen von Angriffen zu überwinden. Fünfzehn Fälle registrierte das Team 2003 in Potsdam. Jetzt steht es selbst im Visier von Neonazis: Unter …
Stadtbekannter Neonazi wegen Angriff auf alternativen Jugendlichen vor Gericht
Prozessbeginn 19.Februar 2004 um 9 Uhr Landgericht Potsdam Am kommenden Donnerstag, den 19. Februar 2004 um 9 Uhr muss sich der bereits einschlägig vorbestrafte Heiko G. vor dem Potsdamer Landgericht im Saal 009 dem Vorwurf …
Serie von Brandanschlägen auf Imbisse reißt nicht ab
Opferperspektive e.V. Pressemitteilung vom 10.02.2004 Serie von Brandanschlägen auf Imbisse reißt nicht ab Spenden für Neuanfang in Hörlitz In der Nacht zum 28. Januar verübten zwei 18- und 20-jährige junge Männer einen Brandanschlag auf einen …
Reform der polizeilichen Erfassung rechter Straftaten
Groß war die Aufregung bei Polizei und Innenministerien über die Dokumentation, die der Berliner »Tagesspiegel« und die »Frankfurter Rundschau« am 14. September 2000 vorlegten: Seit 1990, so rechneten die beiden Zeitungen vor, waren im vereinten …
Wusterhausen: Erneuter Brandanschlag auf vietnamesischen Imbiss
Drei Wochen nach dem verheerenden Brandanschlag auf einen vietnamesischen Imbisswagen in Pritzwalk erfolgte am 27.11.2003 ein erneuter Schlag im 37 km entfernten Wusterhausen. Auch hier steht der Betreiber, der 52-jährige Minh Nguyen, vor den Trümmern …
Spenden für abgebrannten Imbiss in Pritzwalk
Vu Van Khao, der 1983 als Vertragsarbeiter in die DDR kam, betrieb seit fünf Jahren mit seiner Frau einen Asia-Imbiss im Gewerbegebiet von Pritzwalk. Für seinen im Freien stehenden Wagen hatte er keine Versicherung, da …
Die volle Härte des Gesetzes
Opfer schwerer Gewalttaten leiden oft unter Angstzuständen, Schlafstörungen und Depressionen. Gelingt es nicht, diese Verletzungen zu überwinden, kann sich eine posttraumatische Belastungsstörung herausbilden, die nur durch eine langfristige Therapie bearbeitet werden kann. Für den Therapieerfolg …
Faxen gegen Schönbohm
Eine angespannte Nervosität lag über der Runde der Unterstützer, die sich in einer Hotelbar gegenüber dem Amtsgericht Rathenow getroffen hatte. Es war der 22. Juli, noch galt der Termin für Orabi Mamavis Abschiebung, zwei Tage …
Was Sie tun können…
Auf 16 Seiten wird in kurzen Texten übersichtlich dargestellt, wie der Verein Opferperspektive arbeitet. Inhalt: ...damit rechte Gewalttäter keine Chance haben ...damit die Opfer nicht vergessen werden ...damit den Opfern rechter Gewalt Gerechtigkeit widerfährt ...damit …
Jahrbuch 2002
Inhalt: Streitbar im demokratischen Diskurs: Geleitwort von Wolfram Hülsemann, Mobiles Beratungsteam (MBT) Arbeit im Lebensbereich der Gewaltopfer: Geleitwort von Renate Kirchner, Arbeitskreis der Opferhilfen (ado) Die Arbeit der Opferperspektive 2002: Editorial Wie helfen BeraterInnen den …
Wie helfen BeraterInnen den Opfern rechter Gewalt?
Wie können Opfer von rechten Gewalttaten zu Ihnen in die Beratung kommen? Sie können uns anrufen und einen Termin vereinbaren. In der Regel aber nehmen wir Kontakt zu den Opfern auf, weil die Menschen, die …
Der Tod von Kajrat Batesov
Max K. berichtete später, dass die beiden bemerkt hatten, dass sie auf der Techno- Veranstaltung als Russlanddeutsche »erkannt« wurden und offenbar »nicht erwünscht« waren. Mindestens fünf Personen hatten die beiden Freunde mit Tritten und Schlägen …
»Ich will ein normales Leben führen«
In der Nacht zum 16. August 2002 wurde Neil D. im Stadtzentrum von Prenzlau von einem jungen Rechtsextremisten beschimpft: »Scheiß-Ausländer, was willst du hier? Ich habe kein Geld, ihr bekommt alles in den Arsch geschoben.« …
Rivalitäten zwischen Jugendlichen?
In Potzlow, einem kleinen Dorf in der Uckermark, erschlugen drei junge Männer am 12. Juli 2002 den 16-jährigen Marinus Schöberl. Seine weiten Hosen galten ihnen als Zeichen von Hip-Hop-Kultur. Sie nannten ihn einen »Juden« und …
Das Martyrium des Herrn N.
Im Juni 2002 erfuhr die Opferperspektive durch eine Meldung in einer Lokalzeitung, dass in der Nähe von Bernau ein vietnamesischer Mann von Unbekannten zusammengeschlagen worden war. Die Bernauer Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt …