Beratungsstatistik der Opferperspektive

Die Auswertung der Beratungsfälle zeigt, dass im Land Brandenburg vor allem männliche Heranwachsende und junge Erwachsene zu Opfern rechter Gewalttaten werden.

Etwa die Hälfte der Menschen, die nach rechten Gewalttaten von der Opferperspektive beraten werden, sind zwischen 18 und 26 Jahren alt. Ein knappes Drittel sind Jugendliche von 14 bis 17 Jahren. Viele der KlientInnen dieser beiden Altersgruppen können den Opfergruppen der nicht Rechten und politisch Aktiven zugeordnet werden. Die Rassismusopfer sind häufiger Erwachsene, zumeist in der Altersgruppe 27 bis 40 Jahren.

Etwa 90 Prozent der beratenen Opfer rechter Gewalt sind Männer. Die­se klare Ge­wich­tung, die auch bei nicht politisch motivierten Gewaltdelikten vorhanden ist, hat bei den rechtsmotivierten Delikten zusätzliche Gründe. Die sexistischen Feind­bildkonstruktionen und Genderrollen der aus dem rechten Milieu stammenden TäterInnen sind ein wichtiger Aspekt. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass eine bedeutende Zahl unter den Opfern rechter Gewalt Flüchtlinge sind; eine gesellschaftlichen Gruppe, die zu einem großen Teil aus Männern besteht.

Angehörige, FreundInnen und ZeugInnen, die von der Opferperspektive beraten wurden, sind hier nicht berücksichtigt.

Die Daten für 2006 werden in den anschließenden Tabellen bis September 2007 nachgetragen.

Zahl der KlientInnen nach Geschlecht (nur direkt Geschädigte)

Geschlecht 2003 2004 2005 2006
Männer 151 159 147
Frauen 24 14 12
Gesamt 175 173 159

Zahl der KlientInnen nach Altergruppen (nur direkt Geschädigte)

Altersgruppe 2005 2006
0 – 13 Jahre 0
14 – 17 Jahre 41
18 – 26 Jahre 73
27 – 40 Jahre 29
41 Jahre und älter 9
Gesamt 159

Die Erfassung der Altersgruppen wurde ab 2005 verfeinert.

Altersgruppe 2003 2004
0 – 13 Jahre 14 2
14 – 20 Jahre 72 72
21 – 40 Jahre 79 86
41 Jahre und älter 10 31
Gesamt 175 173

(OPP)