Spendenaufruf nach Attacke auf Jüdische Gemeinde in Bernau

In der Nacht zum 26. März 2011 kam es in Bernau (Landkreis Barnim) zu einem Angriff auf die Jüdische Gemeinde. Unbekannte warfen einen schweren Feldstein gegen das Schaufenster der Vereinsräume. Die Scheibe zersplitterte, auch ein Teil des Fensterbretts wurde beschädigt. Die Täter ritzten zudem ein Hakenkreuz auf den Briefkasten.

Bereits am 9. November vergangenen Jahres war es zu einem antisemitischen Vorfall in Bernau gekommen. Auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der November-Pogrome beschimpften zwei Personen die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde und ihren minderjährigen Sohn mit den Worten »Juden raus«. Der Sohn wurde von einem Angreifer durch einen Tritt in den Magen verletzt. Schon häufiger hatte es im Wohnumfeld der Frau Hakenkreuzschmierereien gegeben.

Damit das zerstörte Schaufenster ersetzt und angemessene Sicherheitstechnik am Gebäude installiert werden kann, ruft die Opferperspektive e. V. zusammen mit der Bernauer Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt zu Spenden auf das Konto der Jüdischen Gemeinde auf.

Die Jüdische Gemeinde Barnim betreut rund 400, meist ältere Menschen aus der Region. Seit Februar 2011 residiert die Gemeinde in den nun angegriffenen Räumen in der Berliner Straße in Bernau. Dort untergebracht sind auch Sozial-, Kultur- und Integrationsprojekte wie der Soziale Integrationsverein Diamant e.V. sowie eine Antidiskriminierungsberatungsstelle.

Spendenkonto

Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim e. V.
Kontonummer 3140078330
Stichwort Solidarität Bernau
Sparkasse Barnim
BLZ 17052000

Quelle:OPP