Fürstenwalde/Spree

Ein Rechter bedroht und beleidigt seine Nachbarin nigerianischer Herkunft über Monate hinweg aus rassistischen Gründen. Als die Nachbarin erfährt, dass der Rechte mehrfach die Schuhe ihres Sohnes entwendet und in die Mülltonne geworfen hat, spricht sie ihn im Treppenaufgang darauf an. Daraufhin schlägt der Rechte sie mit der Faust ins Gesicht. Ein zweiter Schlag trifft die Frau im Nacken. Sie erleidet durch den Angriff schwere Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Sie zeigt den Angriff bei der Polizei an. Am folgenden Tag treffen die beiden erneut im Treppenhaus aufeinander, der rassistische Nachbar bedroht die Frau mit dem Tod.

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Ein 16-jähriger Rom wird auf einem Supermarktparkplatz überraschend von drei Unbekannten angegriffen. Ein Täter ergreift den Jugendlichen von hinten und hält ihn fest. Daraufhin schlagen zwei weitere Männer auf ihn ein. Als der Betroffene zu Boden geht, lassen die Täter von ihm ab und er kann fliehen. Die Polizei schließt ein rassistisches Motiv nicht aus.

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Am frühen Abend fuhr ein kenianischer Flüchtling mit seinem Fahrrad eine Straße in der Innenstadt entlang, als er von hinten mit einem Motorrad angefahren wurde. Er stürzte zu Boden und kugelte sich
dabei ein Armgelenk aus. Der Fahrer und weitere Biker kamen hinzu, beschimpften ihn und traten auf den hilflos am Boden liegenden 25-Jährigen ein. Das Opfer musste mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.

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Eine kenianische Frau wurde in Begleitung ihrer Kinder sowie einer kenianischen Freundin und deren Kindern von ihrem Nachbarn rassistisch beleidigt und angegriffen. Ihr Lebenspartner, der ihr zur Hilfe kam, wurde geschubst. Als die Familie sich in den Hausflur flüchtete,
demolierte der Angreifer die Glasscheibe der Haustür sowie den Sicherungskasten und einen Kinderwagen. Der Angreifer hatte die Frau bereits vorher immer wieder rassistisch beleidigt.

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Ein Skinhead, der von zwei Männern begleitet wurde, beschimpfte den Verkäufer eines Döner-Imbisses rassistisch und bedrohte ihn. Als dieser daraufhin den Männern nichts verkaufen wollte, zerstörte der Skinhead einen Stehtisch und versuchte durch die Hintertür den Imbisswagen zu betreten. Als dies nicht gelang beschädigte er die Tür und die Verkaufsluke. Die drei Männer wurden kurze Zeit später von der Polizei aufgegriffen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Hundert Euro.

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Ein 34-jähriger Libanese wurde gegen 5.30 Uhr in der Eisenbahnstraße von acht Männern aus dem Biker- und Zuhältermilieu zusammengeschlagen. Zuvor hatten die Täter Jagd auf drei weitere Libanesen gemacht und dabei »Halt an, du Kanake! Scheiß-Ausländer« gerufen. Das Opfer wurde umringt, ins Gesicht geschlagen und auf dem Boden liegend zusammengetreten, so dass er das Bewusstsein verlor.

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Ein alternativer Jugendlicher wurde in der Wriezener Straße von vier Rechten verfolgt und als »Zecke« beschimpft. Dann schlug ihm einem weiteren Rechten vor dem Restaurant »Speedy« mit einer Bierflasche ins Gesicht geschlagen. Das Opfer erlitt Prellungen und eine Schnittwunde.

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Auf dem Frühlingsfest wurden gegen 2 Uhr nachts vier alternative Jugendliche von einer zehn- bis 15-köpfigen Gruppe Rechter angegriffen. Ein Jugendlicher wurde gewürgt, einer mehrmals ins Gesicht geschlagen,
einem wurde in den Rücken getreten. Einem Mädchen wurde das Handy zerstört, mit dem sie die Polizei rufen wollte, und sie wurde geschubst.

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Ein 28-jähriger Asylbewerber aus Kamerun wurde gegen 16 Uhr in der Überführung von drei Rechten mit den Worten »Geh zurück in deinen Dschungel« und »Afrika den Affen, Deutschland den Deutschen« beleidigt. Dazu zeigten sie den »Hitlergruß«. Einer der Rechten stieß den Kameruner
gegen ein Geländer, so dass dieser sich eine Hand verstauchte. Die Angreifer folgten ihm auf den Bahnsteig, wo sie ihn weiter bedrohten.

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Zwei 15- und 16-jährige alternative Jugendliche um ca. 15 Uhr von mehreren Rechten angepöbelt, die sich auf dem Parkplatz neben dem »Tower Café« aufhielten. Ein Rechter schlug dann einen der alternativen Jugendlichen ins Gesicht. Schon öfter war dieser Jugendliche von derselben Personengruppe bedroht worden, u.a. mit den Worten »Ihr Scheiß-Punker, wir hauen euch aufs Maul!«

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Ein 16-jähriger alternativer Jugendlicher am Nachmittag in der Bahnhofsüberführung angegriffen. Völlig unvermittelt wurde er plötzlich von hinten von zwei Rechten so heftig gestoßen, dass er mit dem Kopf auf ein Geländer schlug und sich eine Verletzung am Kiefer zuzog.

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Drei junge Punks wurden gegen 13:50 Uhr auf dem Bahnsteig von einer Gruppe von sechs Rechten angepöbelt. Ein Rechter sagte: »Warum frisst du hier deinen Döner. Dann zieh doch gleich in die Türkei!« Als einer der Punks darauf entgegnete: »Was soll ich in der Türkei, wenn da drüben ein Dönerstand ist?« schlug einer der Rechten ihm ins Gesicht.

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Eine Gruppe alternativer Jugendlicher wurde kurz vor Mitternacht im Stadtpark von einer zehnköpfigen Gruppe Rechter angegriffen. Drei der alternativen Jugendlichen wurden mit Flaschen, Verkehrsschildern und Tritten ins Gesicht zum Teil schwer verletzt. Dabei wurden rechte Parolen gerufen.

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In der Nähe des Rathauses wurden drei 17-jährige Asylbewerber – zwei aus Afghanistan, einer aus Kenia – gegen 22 Uhr von einer 20-köpfigen Gruppe Rechter überfallen. Unter »White Power«-Rufen stürzten sich jeweils fünf bis sechs Angreifer auf die Opfer, schlugen und traten sie. Einer der Afghanen wurde mit einer abgebrochenen Flasche an die Stirnseite verletzt.

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Zwei 14-jährige Schüler aus Kolumbien und Afghanistan wurden von vier Rechtsextremen im Alter von etwa 20 bis 23 Jahren rassistisch angepöbelt und geschlagen. Die Opfer flüchteten sich in ein Café. Als sie aus dem Café herauskamen und mit Fahrrädern wegfahren wollten, wurden sie von den Rechtsextremen weiter verfolgt, aber nicht eingeholt.