Angermünde

Aus unbekannten Gründen baut sich ein Mann syrischer Herkunft vor einer Gruppe Jugendlicher auf und fuchtelt wild mit den Armen herum. Dabei berührt er ein 14-jähriges Mädchen ohne es zu verletzen. Ein 16-jähriger deutscher Herkunft nutzt die Gelegenheit aus, beleidigt den Mann rassistisch und schlägt ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht.

Potsdam

An der Potsdamer Straße in Bornim übernachtet ein Wohnungsloser am Waldrand in einem Zelt. Dort wird er kurz nach Mitternacht durch zwei Angreifer von außen mit Füßen auf den Kopf getreten. Der Betroffene informiert per Handy die Polizei. Die Angreifer können unerkannt entkommen.

Neuruppin

Am frühen Abend läuft eine Gruppe junger Erwachsener, einige von ihnen syrischer Herkunft, eine Straße in der Nähe des Rheinsberger Tores entlang. Plötzlich beginnt ein älterer Mann aus dem Fenster einer Wohnung heraus, die Gruppe rassistisch zu beleidigen, und bewirft sie unvermittelt mit einem pyrotechnischen Knallkörper. Der Täter kann von der Polizei gestellt werden, die Betroffenen bleiben – zumindest äußerlich – unverletzt.

Grünheide (Mark)

Im Trainingslager zur Vorbereitung auf die U21 Judo-Weltmeisterschaft, welches im brandenburgischen Kienbaum (Gemeinde Grünheide) stattfindet, beleidigt ein Judo-Trainer einen deutschen Judoka zunächst rassistisch. Am späten Abend sucht der Trainer dann den Betroffenen in seinem Zimmer auf, zerrt ihn nach draußen und greift ihn körperlich an. Durch das Einschreiten eines anderen Trainers kann der Angriff beendet werden. Der Judo-Trainer wird im Nachgang der Ereignisse vom Landessportbund Berlin von seinen Aufgaben entbunden.

Cottbus

An der Haltestelle Stadtpromenade greift ein 21-jähriger Deutscher einen 20-jährigen Mann syrischer Herkunft an. Dabei beleidigt der Deutsche den Syrer rassistisch, schlägt auf ihn ein und bringt ihn so zu Boden. Die Identität des Angreifers konnte von der Polizei im Anschluss festgestellt werden.

Mühlenbecker Land

Am Nachmittag liefert ein junger Paketbote aus Berlin Pakete im Mühlenbecker Land aus und stellt zu diesem Zweck kurz sein Fahrzeug auf einem Gehweg ab. Daraufhin beleidigt ihn ein älterer Anwohner rassistisch. Nach einer verbalen Auseinandersetzung springt der Anwohner über seinen Zaun und greift den jungen Mann anschließend auch körperlich an. Der Betroffene kann den Angriff abwehren und bleibt bis auf eine kleine Schürfwunde am Oberarm unverletzt. Ein weiterer älteren Mann, der bei dem Täter zu Besuch zu sein scheint, beteiligt sich an den
rassistischen Beleidigungen.

Cottbus

In einer Tram, die in der Karlstraße unterwegs ist, wirft ein Mann einem Tschetschenen zunächst eine Zeitung ins Gesicht und beleidigt ihn mit unverständlichen Worten. Im Anschluss greift der Mann den Betroffenen aus rassistischen Gründen an und verpasst ihm dabei einen Faustschlag ins Gesicht. Der Angreifer kann zunächst unerkannt entkommen.

Eberswalde

Eine 16-jährige Eberswalder Schülerin ist gemeinsam mit ihren acht und neun Jahre alten Verwandten unterwegs, um Herbstblätter für ein Schulprojekt zu sammeln. Sie treffen auf zwei Frauen, von denen eine die Schülerin rassistisch beleidigt, nachdem sie die Kinder tschetschenisch sprechen hört. Als die Kinder dies ignoriere, schubst und schlägt eine der Frauen die 16-Jährige, die zweite Täterin rennt mit dem beim Schubsen heruntergefallenen Handy davon. Das achtjährige Kind läuft der Frau hinterher, um das Telefon zurück zu bekommen. Sie schleudert es dem Kind vor die Füße und fasst ihm ins Gesicht, so dass ein Kratzer zurück bleibt.

Potsdam

Am Nachmittag steigen zwei Jugendliche in einen Linienbus an der Haltestelle Max-Born-Straße. Als der Busfahrer sie
mehrfach auffordert, ihre Fahrscheine vorzuzeigen, beleidigen sie ihn rassistisch. Der Fahrer verweist sie zunächst des Busses, allerdings wollen die beiden Täter dann erneut einsteigen. Sie schlagen den nun aussteigenden Busfahrer zu Boden und treten auf ihn ein.

Bad Freienwalde

Während des Stadtfestes fordert ein Security einen jungen Mann syrischer Herkunft auf, seinen Ausweis zu zeigen. Als der Betroffene sich weigert und erklärt, die Rechtmäßigkeit dieser Aufforderung anzuzweifeln, baut sich der Security nah und bedrohlich unmittelbar vor ihm auf. Der Jugendliche möchte ihn zur Seite schieben, in diesem Moment schlägt ein daneben stehender zweiter Security heftig mit einer durch Schlagring verstärkten Faust auf ihn ein. Der Betroffene geht zu Boden und verliert kurzzeitig das Bewußtsein. Er erleidet eine Augenverletzung und und einen Bruch im Schultergelenk. Bereits am Vortag hatten Securities während des Stadtfestes mehrfach Menschen mit (mutmaßlicher) Migrationsgeschichte schikaniert.

Strausberg

Am frühen Abend wird ein 21-jähriger Afghane an einem Strausberger Bahnhof aus einer Gruppe von vier deutschen Jugendlichen rassistisch beschimpft. Als der Betroffene die Jugendlichen zur Rede stellt, beginnen zwei der Jugendlichen ihn zu schubsen und anschließend zu schlagen. Als ein 19-jähriger Afghane versucht zu schlichten, schubst einer der Angreifer ihn in das Gleisbett. Anschließend schlägt der Angreifer auf den Kopf des 19-Jährigen ein. Der Betroffene kann noch rechtzeitig auf den Bahnsteig klettern bevor der Zug einfährt. Die Angreifer flüchten mit der einfahrenden Bahn.

Angermünde

Eine Gruppe Jugendlicher greift am Bahnhof einen Mann eritreischer Herkunft an. Zunächst beleidigen sie den Mann rassistisch und bespucken ihn. Dann kommt es zu einem körperlichen Angriff, den der Betroffene durch Selbstverteidigung teilweise abwehren kann.